Das deutsche Wort „Urlaub“ (im lateinischen „vacans“) bedeutet, frei von Arbeit, Lärm, dem Alltag und allem, was uns Sorgen bereitet, zu sein. Es bedeutet, die Stille zu genießen, unbeschwert zu sein, neue Kraft zu tanken und innezuhalten, um Bilanz zu ziehen und das Leben zu erneuern. In einer Gesellschaft, die von Schnelligkeit und Stress geprägt ist, müssen wir die wahre Bedeutung von Ruhe wiederentdecken. Gott ruht am siebten Tag, und was tun wir?
Der Beginn des Urlaubs bietet die konkrete Möglichkeit, die Hektik des Alltags zu unterbrechen und sich einer außergewöhnlichen Zeit hinzugeben – einer Zeit, die entspannter, freier und frei von den vielfältigen Verpflichtungen von Arbeit, Studium und Co. ist. So erscheinen die freien Sommertage oft als Gegenpol zur Überlastung, die den Alltag normalerweise ausmacht.
Der Sommer ist eine Zeit der Erholung, die Spaziergängen in der Natur, dem Lesen eines guten Buches, dem Hören schöner Musik und dem Gebet gewidmet ist – eine Zeit, die man mehr mit Familie und Freunden verbringt.
Der Sommer ist, wie Don Bosco sagte, aber auch „des Teufels Ernte“, eine Zeit, in der wir Versuchungen und Sünden stärker ausgesetzt sind. Wir müssen wachsam sein und die Zeit als Geschenk Gottes nutzen. Mutter Teresa schrieb: „Nehmt euch Zeit zum Nachdenken, nehmt euch Zeit zum Beten, nehmt euch Zeit zum Lachen … Nehmt euch Zeit zum Spielen, nehmt euch Zeit zu lieben und geliebt zu werden, nehmt euch Zeit zum Geben. Das ist das Geheimnis ewiger Jugend (…). Nehmt euch Zeit für Nächstenliebe. Sie ist der Schlüssel zum Himmel.“
Pfarrer José Mukendi Sambay
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