Mit einem eindrucksvollen ökumenischen Dankgottesdienst feierte eine stattliche Gemeinde im Hof der Caritas-Häuser im Hirschbach ein stolzes Jubiläum: 40 Jahre Wohnungslosenhilfe in Aalen. Dazu begrüßte Hausleiter Wolfgang Lohner mit den Heimbewohnern und seinem haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterteam zahlreiche Gäste. Nach der liturgischen Eröffnung des von Diakon Thomas Bieg geleiteten Gottesdienstes bezeichnete Stadtpfarrer i. R.
Bernhard Richter Hilfe für Wohnungslose als gelebte Nächstenliebe und erinnerte als langjähriger Vorsitzender des Freundeskreises an viele persönliche Begegnungen mit von schweren Schicksalen geprägten Wohnunglosen, „um die manche Zeitgenossen einen großen Bogen machen“. Ein besonderes Gedenken galt dem leider zu früh verstorbenen Diakon Ottmar Ackermann für dessen Aufbau und Aktivitäten des Freundeskreises. In seiner Predigt sprach Caritas-Direktor Pfarrer Oliver Merkelbach von seinen persönlichen Beziehungen zur Caritas-Einrichtung in Aalen und stellte anhand von zwei Bibelstellen Wohnungslose als Jesu-Nachfolger und das Wohnen generell als etwas Existentielles heraus. Die Caritas-Herbergen in Aalen hätten sich in 40 Jahren nicht nur als sichere Rückzugsorte bewiesen, sondern auch als mutmachende Räume, um aus einem Teufelskreis auszubrechen. Für die jahrzehntelange Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen und die kooperative Zusammenarbeit mit der Caritas dankte Bürgermeister Bernd Schwarzendorfer namens des Oberbürgermeisters, des Gemeinderats und der Stadt. Im gleichen Sinn sprach für den Landkreis Sozialdezernentin Julia Urtel. Der Regionalleiter der Caritas, Markus Mengemann, würdigte insbesondere das ehrenamtliche Engagement des seit 1992 bestehenden Freundeskreises, nicht zuletzt aber auch den 30-jährigen Dienst und die Verdienste von Wolfgang Lohner.
Viel Beifall erhielten zum Schluss der Feier Man Pfeifer und Manuel Bernhard für ihre stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Feier und als Überleitung zum Festessen und dem Rahmenprogramm mit Hausführungen und einer Tombola der von Manuel solo und auswendig gegeigte Ohrwurm „An der schönen blauen Donau“.
Text/Foto: Erwin Hafner



