Es kommt nicht oft vor, dass ein Priesteramtskandidat an seinem Heimatort (Aalen) und in seiner Pfarrkirche (Salvator), zu der schon seine Eltern und Großeltern jeden Sonntag zur hl. Messe gingen, nicht nur das Sakrament der Beichte, der Ersten Heiligen Kommunion und der Firmung empfangen hatte, sondern auch noch die Priesterweihe durch seinen Diözesanbischof Carl Joseph Leiprecht (am 4. Juli 1971). Geboren und getauft wurde ich, wegen möglicher Fliegerangriffen auf Aalen, im Dezember 1941 in Ellwangen. Ich gebe zu, als die Zeit sich erfüllte und ich 50 Priesterjahre zählte, hatte ich einige Scheu und Bedenken davor, mich auf ein „Goldenes Priesterjubiläum“ einzulassen. Pfarrer Sedlmeier hat mich ermutigt, mein 50-jähriges Weihejahr als solches zu bedenken, dankbar anzunehmen und angemessen zu feiern und zwar mit der Salvatorgemeinde.
Der Missionsausschuss mit Alexander Spilner als gegenwärtiger und Paul Sproll als ehemaliger Vorsitzender waren gerne bereit, dafür die Organisation zu übernehmen. Ich habe dieses Ereignis der 50 Priesterjahre durchaus gründlich reflektiert und mögliche Folgen bedacht. „Irgendwas bleibt“, hieß der Titel der Abschiedsworte von Hans-Christian Richter (Kirchliche Mitteilungen 30-33). Das war ja ungemein tröstlich, aber meine Bedenken gingen ja noch weiter. Ich war in diesen 50 Priesterjahren immer „auswärts“ engagiert, etwa 8 Jahre in Ulm und 40 Jahre in Argentinien und etwa 2 Jahre „Telefon- und Notfall-Seelsorger im Außendienst“ für Argentinien. Aber ich war nie integriert in die Aalener Gemeinde, weder als haupt-, neben-, oder ehrenamtlicher Mitarbeiter, (was ja auch durch meinen Status als „Besucher“, „Durchreisender“ oder „zufällig Anwesender“ gar nicht sinnvoll gewesen wäre). Es war der Missionsausschuss, der für mich von Anfang meines Aufenthalts in Argentinien an bis heute das „Scharnier der Öffnung“, der „Eckstein“, die „beständige Achse“ war, über die sich die Kontakte zur Gemeinde bewegten – und das seit 40 Jahren! Und diese Kontakte brachten großherzige finanzielle Unterstützung mit sich, die Missionsprojekte ermöglichten und bewegten. Und ich freue mich darauf, dass ich am Sonntag, 3. Oktober, bei der Feier der Eucharistie um 10.30 Uhr, Gott, dem Missions-Ausschuss und der ganzen Gemeinde dafür danken kann. Auch werde ich nachweisen, dass von den ganzen Anstrengungen der vergangenen Jahre in Argentinien doch noch (ich sag`s etwas salopp) „irgendwas geblieben ist“. – Dafür werde ich sogar Zeugen haben, denn….. gerade erfahre ich noch, dass zwei der wichtigsten und tüchtigsten Leute unseres Teams in Argentinien bei unserem Gottesdienst am 3. Oktober dabei sein werden. Es sind Frau Christa Huber, Geschäftsführerin der Stiftung „Padre Angel Misionero Popular“ und Padre Alwin Nagy, einer der Gründer dieser Stiftung. Ich heiße sie hier „Herzlich Willkommen!“
Günther Freybler, Pfarrer i.R
Foto: Privat
Liebe Gemeinde
vor über 10 Jahren durfte ich Pfr. Günter Freybler erstmalig hier in Aalen bei seinem Heimatbesuch kennenlernen. Auf die Fragestellung an ihn: „Was machen Sie in Buenos Aires?“, gab er mir mit ganz ruhiger und bedachter Stimme zur Antwort: „Ich bin einfach nur da. Ich lebe mit den ärmsten Menschen zusammen und halte mit ihnen alles aus.“ Diese Antwort hat mich bewegt und war zugleich Triebfeder mit unserem Ausschuss Mission-Entwicklung-Frieden gemeinsam weiterhin seine Arbeit finanziell zu unterstützen. Jetzt ist es an der Zeit, Pfr. Freybler einmal Danke zu sagen für sein Leben bei den Schwächsten der Welt. Es ist uns eine Freude, am Sonntag, 3. Oktober, die Eucharistiefeier zu seinem Goldenen Priesterjubiläum gemeinsam mit ihm zu feiern. In diesem Gottesdienst ist die Kollekte für seine Arbeit bestimmt. Vergelt’s Gott für Ihre Unterstützung!
Alexander Spilner für den Ausschuss Mission-Entwicklung-Frieden
Goldenes Priesterjubiläum von Pfarrer Günther Freybler am Sonntag, 3. Oktober, 10.30 Uhr, in der Salvatorkirche. Anschließend Stehempfang auf dem Vorplatz der Kirche.



