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Vor 40 Jahren, am 21. Juni 1981, wurde Franz Maywurm in Alba Julia/Rumänien zum Priester geweiht. Zu seinem Jubiläum gratuliere ich ihm herzlich. Großen Respekt habe ich vor meinem Kollegen, der in einem kirchenfeindlichen gesellschaftlichen Klima diesen Weg für sich gewählt hat. Erschwerend kam für ihn hinzu, dass Studium und Seminar in Ungarisch stattfanden, einer Sprache, die er nur rudimentär beherrschte. Es waren schwere Zeiten für ihn. Die spätere Flucht über die Grenze war gefährlich und ist ihm bis heute als traumatisches Erlebnis in Erinnerung. Seine Erfahrung als Katholik, Priester und Teil der deutschen Bevölkerungsgruppe zu einer Außenseitergruppe zu gehören, setzte sich für ihn schmerzlich in Deutschland fort, wenn seine donauschwäbische Herkunft für manche fragwürdig erschien. Im Römerbrief schreibt Paulus von solchen Erfahrungen und schließt dann: „…all dies überwinden wir durch den, der uns zuerst geliebt hat.“ Rö 8, 37. Freigeschwommen von all diesen Hindernissen, erinnert sich Pfarrer Maywurm heute an gute Erfahrungen in der Pastoral in seinen Gemeinden in Albstadt und in Eislingen. Danach setzte er den Schwerpunkt in der Pastoral und fragt sich m.E. zu Recht, warum ein Pfarrer in der Leitung mehr verdient als in der Seelsorge. Seit 4 Jahren ist er nun in Aalen. Als Liturge und als Seelsorger hat er sich viel Anerkennung erworben. Besonders wird er für seine Fähigkeit, mit Kindern und älteren Menschen umzugehen, geschätzt. Pointiert äußert er sich zu aktuellen Diskussionen in der Kirche wie z.B. Maria 2.0, Kirchenaustritten und Zulassung zum Amt. Auch hier sei nochmals Paulus zitiert: „….ertragt einander in Liebe.“ Eph 4, 2. Denn manche Entwicklungen und Diskussionen sind für ihn nur schwer auszuhalten.


Für seine Dienste und sein Engagement in den Gemeinden, für seine Frömmigkeit und sein Lebenszeugnis, für seinen Humor und Mutterwitz bin ich ihm sehr dankbar. Persönlich habe ich ihn als charmanten Gastgeber, als wunderbaren Erzähler und als offenen und streitbaren Kollegen erlebt. Gott segne ihn, erhalte ihm die Gesundheit und gebe ihm ein fröhliches Herz.


Dir ein großes Dankeschön, lieber Franz.


Dein Kollege Wolfgang


Sein Priesterjubiläum hier feiern wir in der Gemeinde am 5. September nach.