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Weit sichtbar über die Stadt ragt er, der eingerüstete und gut verpackte Turm unserer Salvatorkirche. Sicher haben Sie sich schon überlegt, was sich hinter diesen Folien und Planen abspielt. Man sieht nichts, außer, dass am Parkplatz die Fahrzeuge der Handwerker parken. Ab und zu fährt ein Aufzug in gemächlichem Tempo am Gerüst hoch.
Im Inneren des Gerüstes am Turm war es in den vergangenen Wochen alles andere als gemütlich. Mit einem Wasserdruck von 2500 bis 3000 bar wurde der Beton am Umgang um den Turm mit ohrenbetäubendem Lärm abgestrahlt. Ein Knochenjob für die Bauarbeiter. Zum Vergleich: ein normaler Hochdruckreiniger im privaten Bereich hat ca. 80 bis 100 bar Druck. Das Ziel dieser Arbeit war, alle losen Betonteile mit Wasserdruck abzusprengen, damit dann der Beton mit einer neuen Betonmischung wieder in Form gebracht werden kann. Mittlerweile ist die Betonsanierung fertig, und bei einem Überwachungstermin durch eine Fremdfirma wurden die Arbeiten geprüft und für gut befunden. Wenn der Beton vollständig durchgetrocknet ist, wird noch eine Imprägnierung aufgebracht. Parallel zur Betonsanierung haben die Glockenbauer die Glocken abgenommen und in der Glockenstube oben im Turm abgestellt. Jetzt war der Maler am Werk und hat den Glockenstuhl entrostet und mit einer Spezialfarbe neu gestrichen. Somit konnte der nächste Schritt der Sanierung angegangen werden. Es wurden die Schallläden entfernt, da das Holz an vielen Stellen morsch ist und eine Reparatur nicht möglich bzw. nicht wirtschaftlich ist. In diesen Tagen ist die Aalener Dachdeckerfirma Kratky damit beschäftigt, den Umgang am Fußboden abzudichten. In einem speziellen Verfahren werden in den flüssigen Kunststoff Folien eingelegt, die dann wieder mit Kunststoff überstrichen werden. So laminiert, wird der Fußboden dann sicher wieder einige Jahrzehnte überstehen können. Wenn das Wetter mitmacht, dann werden diese Arbeiten noch in dieser Woche fertig sein. Jetzt kommt ab Juli die Außenseite des Turms dran. Hier wird man wieder von unten mehr sehen.
Helfer aus dem Kirchengemeinderat werden in einer Putzaktion unsere vier Glocken vom Schmutz der Vergangenheit befreien. Oft ist die Frage zu hören, weshalb der Turm nicht komplett eingerüstet wurde, wo doch auch am Kreuz auf der Spitze gearbeitet werden muss. Das hat ganz einfache Gründe. Erstens muss ein Gerüst bezahlt werden, auch wenn es noch nicht genutzt wird, und zweitens dienten die oberen Gerüstteile als Dach bei Sonne und Regen für die darunterliegenden Arbeiten. Sobald diese abgeschlossen sind, wird das Gerüst weitergebaut. Fortsetzung folgt.

Wir sind mit unseren Ausgaben noch im Kostenrahmen und bemühen uns, dass es so bleibt. Doch wir wissen nicht, was uns im Gebälk unter dem Kreuz erwartet. In unserer Finanzierung sind 50.000 € Spenden eingeplant. Bisher sind 17.000 € zusammengekommen. Herzlichen Dank dafür.
Für weitere Spenden sind wir sehr dankbar.


Text und Fotos: Helmut Erhardt

Spenden für den Salvatortum unter:
Katholische Gesamtkirchenpflege Aalen,
DE15 614 500 5001 1000 4408
Verwendung: Salvatorturm