Seit etwa acht Jahren unterstützt unsere Kirchengemeinde St. Maria verschiedene Projekte der Kirchengemeinde in Opit, die im Norden von Uganda liegt. Über viele Jahre wurden dort die Projekte des Comboni-Missionars Pater Robert Ochola unterstützt. Dazu gehörten unter anderem die Erweiterung eines Kindergartens sowie der Schulen. Heute wird die Kirchengemeinde in Opit bei ihren Projekten von ihrem Pfarrer Samuel Ocaya begleitet und unterstützt. Zu den bereits verwirklichten Projekten gehören der Bau eines Mädchenwohnheims und eines Wohnheims für Jungen.
Um die Schulen und Kindergärten auch langfristig mit ausreichend Nahrungsmitteln versorgen zu können, hat Pfarrer Samuel Ocaya ein aktuelles Projekt ins Leben gerufen: Die Erweiterung des landwirtschaftlichen Anwesens und intensiven Anbau von Mais. Der geerntete Mais wird in einer neu angeschafften Maismühle zu Mehl verarbeitet. Daraus können anschließend unterschiedliche Mahlzeiten für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Kinder in den Kindergärten zubereitet werden.
Unsere Reise nach Uganda
Wir hatten die Möglichkeit, die bereits verwirklichten Projekte in Opit persönlich kennenzulernen und uns vor Ort ein Bild von ihrer Entwicklung zu machen. Auf Einladung von Pater Robert Ochola flogen wir am 29. Mai 2026 nach Kampala. Von dort reisten wir gemeinsam mit Pater Robert weiter nach Gulu und Opit. In Gulu durften wir bei der Kongregation „Little Sisters of Mary Immaculate of Gulu“ Quartier beziehen. Gemeinsam mit Pater Robert haben wir dort auch das Fronleichnamsfest gefeiert.
Ein herzlicher Empfang in Opit
Am 10. Juni wurden wir von Pfarrer Samuel Ocaya herzlich in Opit empfangen. Was uns dort erwartete, war ein überwältigender und für uns sehr emotionaler Empfang. Bereits die Kinder des Kindergartens begrüßten uns mit Musik und Tänzen. Anschließend empfingen uns Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer mit einem großen und liebevoll vorbereiteten Programm. Die Schülerinnen und Schüler begeisterten uns mit traditionellen Tänzen, einer kleinen Theateraufführung und einer wunderbaren Begrüßungsrede. Es war berührend zu erleben, mit wie viel Freude und Herzlichkeit man uns willkommen hieß.
Ausbildung schafft Zukunft
Besonders interessant war für uns der Besuch der verschiedenen Ausbildungsstätten. Wir konnten uns anschauen, wie junge Menschen dort auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden. Vorgestellt wurden uns unter anderem die Ausbildungen zum Maurer, zur Friseurin und zur Näherin. Die Verantwortlichen erklärten uns die einzelnen Ausbildungsbereiche und zeigten uns die sehr einfachen Räumlichkeiten. Auch die neu errichteten Wohnheime für Mädchen und Jungen konnten wir besichtigen. Es war beeindruckend zu sehen, welche Möglichkeiten dadurch für junge Menschen in der Region geschaffen wurden. Natürlich durfte auch ein Besuch der neuen Maismühle nicht fehlen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Mühle inzwischen in Betrieb ist und einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Schulen und Kindergärten leistet.
Ein gemeinsamer Gottesdienst
Der ereignisreiche Tag in Opit endete mit einem wunderschönen und eindrucksvollen Gottesdienst in der dortigen Kirche. Für uns war dieser Besuch in Opit eine ganz besondere Erfahrung. Es war beeindruckend und zugleich sehr berührend zu sehen und selbst zu erleben, was durch die Unterstützung und die Spenden unserer Kirchengemeinde St. Maria möglich geworden ist. Die Projekte geben Kindern und Jugendlichen nicht nur bessere Lebensbedingungen, sondern vor allem Bildung, Ausbildung und damit neue Perspektiven für ihre Zukunft. Es war ein wunderbares Gefühl, unsere Partnergemeinde persönlich kennenzulernen und zu sehen, dass unsere Hilfe vor Ort ankommt und konkrete Wirkung zeigt.
Einladung zum Bildervortrag
Sind Sie nun neugierig geworden auf unsere Erlebnisse und Eindrücke aus Uganda? Dann laden wir Sie herzlich zu unserem Bilder- und Videovortrag am 6. November in St. Maria ein. Wir möchten Ihnen von unserer Reise nach Opit erzählen, unsere persönlichen Eindrücke mit Ihnen teilen und Ihnen mit Bildern und Videos einen Einblick in das Leben der Bevölkerung, der Acholis und der Gemeinschaft der „Little Sisters of Mary of Gulu geben.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Ingrid und Hans Bihr





