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Unsere Diözese wird kleiner und hat aus diesem Grund weniger finanzielle Ressourcen. Aktuell spitzt sich das Problem zu, da die Wirtschaftskrise, die den deutschen Südwesten besonders trifft, auch Konsequenzen auf die Kirchensteuerkraft hat. In einem großen Strukturwandelprozess möchte nun die Diözesanleitung die Kirche für die Zukunft fit machen.
Dies soll in vier großen Schritten passieren.

  1. Die Verringerung der nicht sakralen Liegenschaften um 30%,
  2. Die Verringerung der Körperschaften auf 50-80 Kirchengemeinden,
  3. Die Reduzierung von Sakralgebäuden in einem noch unbekannten Umfang und
  4. Die Reduzierung des pastoralen Personals um 40%.

Bis Ende 2025 mussten nun die Kirchengemeinderäte ein Konzept zum Punkt 1 beschließen, auf welche Immobilien verzichtet werden soll, um eine Reduzierung von 30% zu erreichen. Zur Umsetzung des Konzepts bleibt dann Zeit bis zum Jahr 2030.


Folgende Beschlüsse sind dabei gefallen:
St. Bonifatius:
Pfarrhaus und Pfarrbüro St. Bonifatius / Kita St. Martin
St. Maria: Gemeindehaus St. Elisabeth (nicht die Kirche) / Kita St. Augustinus / Kita St. Michael
Salvator: Schwesternhaus in der Friedrichstraße (Der Kindergarten St. Josef soll nicht aufgegeben werden, sondern seinen neuen Ort im Salvatorheim finden.) / Gemeindezentrum Peter und Paul

Diese Beschlüsse werden derzeit von der Diözese geprüft.

Bei den Kitas ist der Plan, dass wir die Immobilienverantwortung aufgeben, aber weiterhin die Trägerschaft behalten. Ob dies eine realistische Perspektive ist, wird sich bei anstehenden Verhandlungen zeigen.
Strukturell wird sich in unserer Diözese in den kommenden Jahren viel ändern. Vieles ist in Arbeit, manches gewinnt schon Kontur, anderes ist noch sehr vage. Wichtig wird sein, dass es weiterhin viel Platz gibt für die verschiedensten Charismen in unseren Gemeinden und dass diese gut zusammenwirken. 365mal stünde in der Bibel die Aufforderung: „Fürchte(t) dich/euch nicht!“ In diesem Sinne gehen wir mutig vorwärts, mit DEM, der uns Hoffnung und Kraft schenkt.


Wolfgang Sedlmeier