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Wir erleben, dass unsere kleine Welt immer internationaler wird. In immer neuen Wellen sind zunächst Menschen aus dem europäischen Ausland, dann aus dem Nahen Osten und schließlich aus der ganzen Welt in der Suche nach Arbeit oder auf der Flucht vor Gewalt hier hergezogen. Diese Internationalität gehörte schon immer zu unserer Kirche, und so finden sich auch in unseren Gemeinden Menschen aus vielen verschiedenen Ecken der Welt. Einer von diesen ist unser Pfarrvikar Dominique Nindjin, der mit seiner herzlichen, charismatischen und tief gläubigen Art viele bei uns im Glauben bestärkt und begeistert. Der Missionsausschuss Salvator hatte nun gehört, dass die Diözese Grand-Bassam, aus der Pfarrer Dominique stammt, einen größeren Wunsch hegt. Die Diözese besteht nun schon seit mehr als 40 Jahren, hat inzwischen den 3. Bischof, 63 Pfarreien und 190 Priester, aber noch keinen Dom. Nicht, dass da keine Pläne wären, ja sogar der Rohbau steht schon, aber dann ging finanziell die Luft aus, und so steht nun die unfertige Kathedrale als Bauruine etwas traurig herum. Andere Dinge waren stets wichtiger, und das Geld ist auch in der im Aufwind befindlichen Elfenbeinküste knapp. Ein Dach aber ist die Bedingung, dass der Bau genutzt werden kann, denn es herrscht auch in Westafrika nicht immer Sonnenschein, da das Jahr von zwei ausgeprägten Regenzeiten geprägt ist. Der Missionsausschuss hatte sich deshalb entschlossen, das diesjährige Missionsessen für die Brüder und Schwestern in der Elfenbeinküste auszurichten. Und siehe da, die Menschen kamen zu Hauf, und das Essen war ein voller Erfolg. Am darauffolgenden Mittwoch gab es dann noch einen Vortrag von Pfarrer Dominique über seine Diözese, über die Situation in seinem Land und über das Dach für die Kathedrale. War es nun die frühe Dunkelheit, das Regenwetter oder dass man am Sonntag davor schon gehört hatte, auf jeden Fall waren relativ wenige gekommen, um sich näher zu informieren. Dennoch war die Stimmung gut, und die Anwesenden wurden dann sogar nach dem Vortrag mit einem reichhaltigen, afrikanischen Essen überrascht. (Wenn man es doch gewusst hätte, dann wäre man vielleicht doch gekommen.) Das Resultat aber kann sich sehen lassen. Bei beiden Veranstaltungen kamen so knapp 2.000 € zusammen (und auch beim Salvatorfest wurden bereits mehr als 1.300 € eingenommen). Und wer will, dass die afrikanischen Freundinnen und Freunde bald im Trockenen beten können, kann gerne noch etwas drauflegen. (Spendenkonto der Kath. Gesamtkirchengemeinde Aalen: DE15 6145 0050 0110 0044 08 mit dem Stichwort: „Dach für Grand-Bassam“)


Wolfgang Sedlmeier

BU: Bewährtes Küchenpersonal beim indischen Missionsessen und ein eingespieltes Team beim Verkauf von fair gehandelten Waren. Fotos: Privat