Es ist nicht einfach Worte zu finden, wenn es um das Sterben geht. Nicht für sich selbst, nicht für Angehörige. Ende September ist mein ehemaliger Regens (Leiter des Priesterseminars) mit 89 Jahren gestorben. Dazu veröffentlichte die Familie eine von ihm verfasste Traueranzeige. Sie fasst in Worte, was auch mich zum Thema bewegt. Überschrieben ist sie mit den Worten: „Sterben ist ein schweres Geschäft“ Martin Luther. Dann folgt: „Acht Tage danach…… DA!“ (Joh. 20,26) Nach seinem Namen und Lebensdaten die Sätze: „Jetzt ist Wandlung angesagt. Da ist Furcht und Trauer, Hoffnung und Dank….. Bitte erinnert Euch seiner Lebens- und Glaubensgeschichte und feiert dies alles in der Eucharistie unserer Kirche.“
Ja, das Sterben ist ein schweres Geschäft, und es mischen sich Furcht und Trauer, Hoffnung und Dank, wenn mir das Sterben begegnet. Früher wurde viel um eine gute Sterbestunde und einen gnädigen Tod gebetet. Eine Herausforderung war er schon immer und er ist es geblieben. Oft ist er eine Zumutung, manchmal wie ein Geschenk. „Herr, bleib bei uns.“ ist wohl das Beste, was uns dazu einfallen kann.
Wolfgang Sedlmeier
Foto: Pfarrbriefservice



