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Manche haben es in ihrer Kindheit getan – andere tun es erst jetzt. So wurden am Freitagnachmittag vier Personen aus unserer Gemeinde, darunter ein Ministrant und drei Kirchengemeinderäte beim „Glockenputzen“ im Turm der Salvatorkirche auf frischer Tat ertappt und von einer Überwachungskamera festgehalten.
Ja, so könnte es gewesen sein – war es aber nicht.
Am Turm der Salvatorkirche wird weiter fleißig gearbeitet. Im Moment wird der Außenputz bearbeitet und ausgebessert. Nachdem die Betonsanierung fertig ist und der Umgang um den Turm neu abgedichtet wurde, laufen nun die Vorbereitungen zur Montage der Glocken und der neuen Schallläden. Bevor die Glocken wieder an ihren angestammten Platz gehoben werden, nutzten wir, die Glockenputzer, die Möglichkeit, unsere sehr hochwertigen Glocken vom Kot und Staub der vergangenen 71 Jahre zu befreien. Mit Bürste, Wasser, Haushaltreiniger und Putzlappen bestückt, machten wir uns ans Werk. Vier Glocken und vier Putzer ergibt für jeden eine Glocke. Leider hat sich der Vogelkot im Laufe der Jahrzehnte in das Material hineingefressen. Doch Oberflächenstaub und Dreck konnten entfernt werden. Nach zwei Stunden Schrubben war das Werk vollbracht. Nun steht einer Montage der Glocken nichts mehr im Wege. Vielleicht hört man es künftig am Klang?

Helmut Erhardt

Foto: Privat