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Heute möchte ich mich mit der Schöpfung befassen – jetzt ist das Frühjahr da. Die Natur erwacht nach dem Winter, und durch die vielen Farben und die warme Sonne wird unser Gemüt positiver. Die Schöpfung ist nicht nur die Natur sondern auch unsere Lebensumwelt und unsere Lebensgrundlage. In den Blick und zu den Gedanken gehört auch der Auftrag des Menschen, den Gott uns im Blick auf seine Schöpfung gegeben hat, und wie er vielfach in der Bibel ausgedrückt ist. Nach Gen 1,26-31: Gott hat den Menschen eingesetzt, um seine Schöpfung zu erhalten und der, nach der Selbstaussage Gottes, die Krone der Schöpfung ist, sein Abbild, d.h er beschenkt den Menschen zum Lieben, die Weitergabe von Leben, beschenkt sie mit Fantasie, mit Verstand und einem persönlichen Willen, die es erlauben, zu entscheiden. Gott vertraut dem Menschen die gesamte Natur an, weil der Mensch vorausdenken und nachdenken, vorsorgen und reflektieren kann.
Wir sind uns dieser Würde, die Gott uns damit gegeben hat, nicht immer bewusst. Immer wieder verletzen wir auch die Würde der anderen und werden so gegenüber unseren Mitmenschen und auch den Mitgeschöpfen schuldig. Die Vergebung ist ein wichtiger Aspekt, die Vergebung beginnt im menschlichen Herzen, auch mit dem Blick auf die jetzigen Kriege auf der Welt.
Jetzt in der Fastenzeit kann man reflektieren, wo kann ich was ändern, z.B meine negativen Gewohnheiten, und neu beginnen. Die Antwort auf die uns von Gott geschenkte Würde ist die Verantwortung. Verantwortung, dass wir mit uns selbst und den anderen Menschen und Lebewesen, die uns auf unserem Lebensweg begegnen, egal wo, so umgehen, dass sie sich geachtet fühlen und so deren Würde bezeugen.

Diakon Thomas Bieg
Bild: Pixabay