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Es war eine ganz besondere Weihnachtszeit dieses Jahr. Die Pandemiezahlen schossen Wochen vorher immer mehr in die Höhe und was man ursprünglich überlegt und geplant hatte, war dann einfach nicht mehr möglich. Wie aber sollte mit der Herausforderung umgegangen werden das Weihnachtsfest zu feiern ohne jemanden zu gefährden? Die Vorgaben waren klar: Maske, Abstand, Hygieneregeln einhalten, kein Gesang, Anmeldung zu den Gottesdiensten. Damit viel kommen konnten, so war die Idee, muss die Zahl der Gottesdienste vermehrt werden. Diese Logik erwies sich als falsch, denn das Gottesvolk hielt erstens nicht viel von der Anmeldung und war zweitens erschreckt von den gestiegenen Corona-Fallzahlen. Die Traditionsgottesdienste zu den gewohnten Zeiten waren noch relativ gut besucht, die neue geschaffenen Gottesdiensttermine aber wurden kaum oder gar nicht angenommen. Dafür wurden die Angebote für die Familien sehr gut angenommen: Die Krippenwege in der Weststadt und Salvator und vor allem das Krippenspiel auf YouTube. Dazu gab es auch live Krippenspiele in St. Augustinus und Peter und Paul.
Schön, wie sehr sich so viele ins Zeug gelegt haben, um unter den gegeben Umständen feiern zu können. Das waren die Corona-Ordner, die vielen Sängerinnen und Sänger, Musiker, Lektoren, Kommunionhelfer, Ministranten, Mesnerinnen und Mesner, die Schauspieler, Regisseure und Techniker und natürlich meine vielgeliebte Kollegin und Kollegen. Alle waren engagiert und kreativ, und ermöglichten so dieses ganz andere Weihnachten. Heißen Dank dafür! „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt“, so heißt es im Johannesprolog. Dieses Licht ist der Urgrund unserer Gemeinden. Meine Hoffnung ist, dass es auch dieses Jahr in den Häusern, Familien und Herzen aufgestrahlt ist. Möge uns dieses Licht auch weiterhin begleiten und in finsteren Zeiten aufscheinen.

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier